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Was die Sportredaktion vermisst

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Marcus Schädlich: Geisterspiele in der Bundesliga, virtuelle Rennen von Radfahrern und Läufern oder Yoga mit dem Youtube-Video - ganz zum Erliegen ist der Sport nicht gekommen. Sport gehört für viele selbst in der Corona-Krise zum Alltag. Ich habe selten so viele Radfahrer oder Jogger gesehen. Der Sport boomt, möchte man meinen. Doch Sport ist für mich mehr als nur Solo-Läufe. Die Dynamik des Sports entsteht erst durch den Wettkampf, das direkte Duell. Erst daraus entstehen die historischen Momente und die sportlichen Legenden. Jeder Sportfan weiß, wo sie oder er war, als Deutschland im WM-Finale Argentinien besiegt hat. Jeder kann sich an den Zweikampf in den französischen Bergen zwischen Lance Armstrong und Jan Ullrich erinnern, jeder hat noch die aufgeheizte Stimmung des Boxkampfs zwischen Graciano Rocchigiani und Henry Maske im Gedächtnis. Die Fortschreibung dieser Sport-Geschichte liegt derzeit auf Eis. Im Großen wie auch im Kleinen. Denn welchen Hobbysportler juckt es nicht in den Finger, endlich auch wieder selbst im Wettkampf zu stehen. Denn es gibt nichts Schöneres, als sich zuerst sportlich zu messen und mit dem Konkurrenten später bei einem Bier darüber zu quatschen.  

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