Fichtelgebirge

Öffentliches Wlan für den gesamten Landkreis

Noch gibt es in der Region viele weiße Flecken bei der Internet-Abdeckung. Das könnte sich bald ändern.



Wunsiedel - Was in der Nürnberger City geht, muss auch in Nagel möglich sein. So wünschen es sich zumindest viele Bürger im Landkreis Wunsiedel. Wie Landrat Peter Berek in der Kreisausschuss-Sitzung am Montagabend sagte, ist es das Ziel, in nicht allzu ferner Zeit ein landkreisweites öffentliches Wlan anbieten zu können.

Ausstellung in der Fichtelgebirgshalle

Wie Landrat Peter Berek in der Kreisausschuss-Sitzung sagte, legen er und die Kreisräte bei der Arbeit am neuen Kreisentwicklungskonzept von 2020 bis 2030 großen Wert auf die Bürgerbeteiligung.

Am Sonntag, 18. Oktober, plant der Landkreis daher eine Ausstellung über die bisherigen Ergebnisse, also vor allem die Ideen und Projekte der Arbeit am Kreisentwicklungskonzept. Diese soll in der Fichtelgebirgshalle stattfinden. "Außerdem wollen wir sie auch online auf der Bürgerbeteiligungsplattform präsentieren", sagte Berek.

Der Landrat hofft darauf, dass nicht nur Bürger, sondern auch die Kreisräte die Gelegenheit nutzen und sich über den Landkreis der Zukunft informieren. Dazu hat der Kreis der 50 Kreisräte exklusiv am Montag, 19. Oktober, vor der Kreistagssitzung Gelegenheit.

Thomas Edelmann, Leiter der Entwicklungsagentur Fichtelgebirge, teilte weiter mit, dass am 20. Oktober die Auftaktveranstaltung für das Netzwerk "Digitaler bayerischer Main/Donau" auf Initiative des Zentrums Digitalisierung Bayern in Wunsiedel stattfinden solle. "Die Veranstaltung richtet sich an alle bayerischen Landräte und Bürgermeister entlang des Mains und der Donau. Ziel ist es, ein eigenes Netzwerk all der Kommunen zur Bündelung aller Projekte und Aktivitäten in Zusammenhang mit der Digitalisierung zu gründen", sagte Edelmann.

 

Die Idee ist bei einem der Workshops zum Kreisentwicklungskonzept geboren worden. Wie mehrfach berichtet, haben sich dabei die Bürger über die Online-Plattform des Landkreises mit eigenen Vorschlägen und Kommentaren beteiligen können. "In den Workshops ist dieses Projekt als wichtiger Baustein der Infrastruktur ermittelt worden", sagte Berek. Dieses solle verwirklicht werden, damit Bürger und Touristen nach einem einmaligen Einloggen kostenfrei und zeitlich unbegrenzt im Freien surfen können.

 

Allerdings wird es wahrscheinlich im Wald oder auf dem freien Feld dieses Angebot nicht geben. So weit will der Landkreis dann doch nicht gehen. "Wir ermitteln gerade zusammen mit den Kommunen, wo es bereits Hotspots gibt. Auf diese Informationen bauen wir den Netzplan auf und ermitteln die Kosten. Ein externer Dienstleister aus dem Landkreis ist bereits beauftragt, die Abdeckung mit Wlan in den Innenstädten und Kernbereichen, in den Dorfmittelpunkten und bei viel besuchten Attraktionen zu eruieren. Wie Berek sagte, können auch Geschäftsleute und Privatpersonen das Netz erweitern.

Das neue Kreisentwicklungskonzept, das von 2020 bis 2030 gültig sein soll, bietet dank der Fördermittel des Projektes "Smartes Fichtelgebirge" etwas üppigere Möglichkeiten. So plant der Landkreis unter anderem eine neue Homepage unter der Domain "freiraumfichtelgebirge.de". Auf dieser sollen die bisherigen Homepages zusammengefasst werden, damit die Infokanäle des Landkreises nicht zu sehr ausfransen. "Aktuell befindet sich die Website in der Ausschreibung. Bisher haben sich 16 Agenturen aus ganz Deutschland beworben", sagte Thomas Edelmann, Leiter der Entwicklungsgentur Fichtelgebirge. Die fünf besten wolle der Landkreis im Oktober zu einer Präsentation einladen.

Mit einer "Fichtel-App" will der Landkreis noch direkter auf das Smartphone der Bürger kommen. 94 Prozent der Bürger, die sich auf der Onlineplattform des Landkreises über das Projekt informiert hatten, wünschten sich übrigens so eine App, bewerteten die Idee zumindest mit "gut". Auf der "Fichtel-App" sollen vor allem Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Events, Gastronomie sowie Wander- und Fahrradtouren im Fichtelgebirge präsentiert werden. Derzeit werde die Ausschreibung vorbereitet, informierte Edelmann. Wann es die "Fichtel-App" fürs Smartphone geben wird, steht noch nicht fest. Matthias Bäumler

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Veröffentlicht am:
22. 09. 2020
18:42 Uhr

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22. 09. 2020
18:42 Uhr