Fichtelgebirge

Geldregen für die Luisenburg

Vorgezogene Weihnachten für den Wunsiedler Bürgermeister Nicolas Lahovnik.



Wunsiedel - Wie er im Gespräch mit der Frankenpost sagte, erhalten die Luisenburg-Festspiele vom Freistaat Bayern einen hohen sechsstelligen Betrag, um das durch den Ausfall der Saison entstandene Defizit zu schmälern. Laut Lahovnik hat die Stadt ursprünglich mit einem Fehlbetrag von zwei Millionen Euro gerechnet. Mittlerweile gehen die Experten von 1,3 Millionen Euro aus. Mit dem Zuschuss vom Freistaat gibt es nun wieder Licht am Ende des Tunnels. "Außerdem hat uns Kunst- und Kultusminister Bernd Sibler Gespräche über eine weitere Unterstützung bei der Reduzierung des Defizits in Aussicht gestellt."

Für die finanziell alles andere als auf Rosen gebettete Stadt Wunsiedel war die wegen der Corona-Pandemie ausgefallene Festspielsaison ein herber Schlag. Die Luisenburg-Festspiele finanzieren sich in einem hohen Maß aus Eintrittsgeldern. Diese fehlten komplett, während viele Fix- und Betriebskosten dennoch anfielen.

Nicolas Lahovnik, Landrat Peter Berek und Landtagsabgeordneter Martin Schöffel hatten nach der Regierungserklärung von Ministerpräsident Markus Söder am Mittwoch ein Gespräch mit dem Kultusminister vereinbart. Die "sehr hohe und wertvolle Unterstützung", wie Lahovnik sagt, war nur eines der positiven Ergebnisse der Unterredung. Sibler stellte der Luisenburg ab kommendem Jahr zusätzlich noch eine Aufstockung des Betriebszuschusses in Aussicht. Derzeit unterstützt der Freistaat Bayern die Festspiele pro Jahr mit einer mittleren fünfstelligen Summe. Künftig legt er aller Voraussicht nach noch einmal eine sechsstellige Summe drauf. "Das ist für uns ganz wichtig, um langfristig vernünftig arbeiten zu können", sagt Lahovnik mit Blick auf die kommenden Jahre.

Wie berichtet, wird die ausgefallene Festspielsaison nächstes Jahr eins zu eins wiederholt. Viele Freunde der Luisenburg haben bereits gekaufte Karten zwar zurückgegeben, aber auf das Geld verzichtet, um so die Luisenburg in der schweren Zeit zu unterstützen. M. Bäu.

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Veröffentlicht am:
23. 10. 2020
21:24 Uhr

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23. 10. 2020
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