Kulmbach

Pfarrer und Musiker aus Leidenschaft

Ekkehard Weiskopf verlässt Schwarzach und geht ins Dekanat Selb. Dort wird er künftig als "Springer" eingesetzt werden.



Mit herzlichen Worten wurde Pfarrer Ekkehard Weiskopf (Mitte) von Dekan Thomas Kretschmar in seinen neuen Wirkungskreis im Dekanat Selb verabschiedet.
Mit herzlichen Worten wurde Pfarrer Ekkehard Weiskopf (Mitte) von Dekan Thomas Kretschmar in seinen neuen Wirkungskreis im Dekanat Selb verabschiedet.   » zu den Bildern

Schwarzach - Er wollte nicht im Mittelpunkt des Gottesdienstes stehen. Für den scheidenden Pfarrer Ekkehard Weiskopf sollte wie immer Gott der Mittelpunkt sein. Am Ende konnte er es aber trotzdem nicht verhindern, dass sich zumindest beim Empfang im Johannisheim alles um seine Person drehte. Nach neun Jahren Seelsorgedienst in den Pfarreien Schwarzach und Willmersreuth wird Pfarrer Ekkehard Weiskopf in das Dekanat Selb im Landkreis Wunsiedel wechseln und dort als "Springer" fungieren. Der Gottesdienst in der St.-Johannis-Kirche wurde vom Posaunenchor Schwarzach unter der Leitung von Klaus Hübner und der Chorgemeinschaft von Schwarzach - Schmeilsdorf/Rothwind - Fassoldshof unter der Leitung von Alexander Thern feierlich umrahmt. Die offizielle Vertretung im Pfarramt wird, wie Dekan Thomas Kretschmar verlauten ließ, künftig bis auf Weiteres Pfarrer Reinhold Skoda aus Veitlahm übernehmen. Dabei wird er auch von seiner Ehefrau unterstützt.

Pfarrer Ekkehard Weiskopf freute sich, dass so viele Gläubige gekommen waren, um ihn zu verabschieden. Seinen Predigtworten legte er den Psalm 16 vom "Schönen Erbteil" im übertragenen Sinne zugrunde: "Liebe Gemeinde, mit dem Psalm 16 verabschiede ich mich aus dieser Gemeinde. Es sind Worte der Zuversicht, der Freude, gedichtet von einem Menschen, der offenbar Schweres durchgemacht hat, aber nun wieder hoffnungsvoll in die Zukunft blickt. Darin kann ich mich in gewisser Weise wiederfinden."

Nach neun Jahren stellte Pfarrer Ekkehard Weiskopf fest: "Ich war gerne hier. Es war ein gutes und freundliches Miteinander in der Pfarrei und dafür bin ich sehr dankbar. Ich war gerne hier im Kulmbacher Land, aber ich freue mich auch auf die neuen Aufgaben im Selber Dekanat."

Dekan Thomas Kretschmar sprach dann Pfarrer Ekkehard Weiskopf von seinem Dienst in den beiden Pfarreien Schwarzach und Willmersreuth frei und segnete ihn für seine neuen Aufgaben im Dekanat Selb. Er sagte zu Weiskopf: "Ich finde es mutig, wenige Jahre vor dem Ruhestand noch einmal zu wechseln und etwas Neues auszuprobieren. " Für seine künftige Wirkungsstätte in Schönwald als Springer im Dekanat Selb gab Dekan Thomas Kretschmar den Wochenspruch mit auf den Weg: "Gott lieben und Menschen lieben. Ich finde, das ist eine total gute Beschreibung für den Dienst eines Pfarrers oder einer Pfarrerin. Wir Pfarrer müssen nicht super Christen sein. Ich finde, wir dürfen zeigen, wie wir mit Krisen des Lebens umgehen."

Dekan Thomas Kretschmar dankte Pfarrer Ekkehard Weiskopf für seine Arbeit in der Kirchengemeinde, im Gottesdienst und in der Seelsorgearbeit. Er dankte im Besonderen auch für sein Engagement für die Musik als Obmann des Bezirksposaunenchors.

Mit herzlichen Worten des Dankes verabschiedeten stellvertretende Landrätin und Synodale Christina Flauder sowie Bürgermeister Robert Bosch Pfarrer Ekkehard Weiskopf. Bosch: "Sie haben viele Menschen durch die Stationen des Lebens begleitet und haben zudem die Kirchengemeinden musikalisch bereichert."

Für den Kirchenvorstand und die beiden Kirchengemeinden sprachen Dieter Stenglein und Ursula Eisenhut Worte des Dankes. Ursula Eisenhut: "Wir danken dir für den Einsatz deiner Gaben und deiner Kraft für unsere Gemeinde. Besonders deine Liebe zur Musik hat uns alle berührt. Danke für die stets gute und konstruktive, ernsthafte und manchmal auch lustige und immer harmonische Zusammenarbeit und Danke auch für dein offenes Ohr für alle, die Rat und Trost suchten, für deine Wirken in der Seelsorge und deine Liebe zu Gott, die du uns in deinen Gottesdiensten und vor allem in deinen Predigten hast fühlen lassen, um uns die Botschaft Gottes näher zu bringen." Für die Kirchenverwaltung sprach Britta Guist Dankesworte.

Im Pfarrheim würdigte Fritz Glock die Zusammenarbeit mit der Rummelsberger Diakonie und die Hilfe und Zuversicht von Pfarrer Weiskopf im Rahmen der Flüchtlingskrise. Weitere Grußworte sprachen Pfarrerin Bettina Weber für die Kolleginnen und Kollegen im Dekanat, Pfarrer Michael Schäfer für die evangelische Nachbargemeinde Mainleus und Herbert Mayer sowie Michael Gärtlein von dem Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Mainroth. Peter Schuberth sprach noch für den FC Schwarzach.

Autor

Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
21. 10. 2019
17:48 Uhr

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Werner Reißaus

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Veröffentlicht am:
21. 10. 2019
17:48 Uhr