Marktredwitz

Waaghäuschen wie neu

Mitarbeiter des Bauhofs restaurieren das kleine historische Gebäude. Sogar die alte Waage funktioniert wieder.



Freuen sich über das renovierte Waaghäuschen in Manzenberg (von links): Harald Kolitsch vom Bauhof, Oberbürgermeister Oliver Weigel, Maria Magdalena Stöckert vom Bauamt und Bauhofleiter Roland Sommer. Foto: Herbert Scharf
Freuen sich über das renovierte Waaghäuschen in Manzenberg (von links): Harald Kolitsch vom Bauhof, Oberbürgermeister Oliver Weigel, Maria Magdalena Stöckert vom Bauamt und Bauhofleiter Roland Sommer. Foto: Herbert Scharf  

Manzenberg - Das alte Waaghäuschen im Marktredwitzer Stadtteil Manzenberg ist frisch renoviert. Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs haben das unter Denkmalschutz stehende kleine Gebäude neu verkleidet. Sogar die alte Waage funktioniert wieder. Manzenberg ist laut Mitteilung der Stadt Marktredwitz der Ortsteil mit der größten Dichte an Einzeldenkmälern. Deshalb steht er auch komplett unter Ensembleschutz. In der Dorfmitte sind noch zwei Überbleibsel aus der Vergangenheit des Orts erhalten: neben der Viehwaage auch die Milchgruben, in denen früher die Milch bis zu ihrer Abholung gekühlt wurde.

Dorfwaagen sind zum Ende des 20. Jahrhunderts mit der zunehmenden Zentralisierung der Landwirtschaft und des landwirtschaftlichen Güterverkehrs verschwunden, weil sie nicht mehr gebraucht wurden.

Bei einem Ortstermin am renovierten Waaghäuschen betonte Oberbürgermeister Oliver Weigel, dass die Stadt großen Wert darauf lege, historische Kulturgüter zu erhalten und zu pflegen. Deshalb habe man sich auch entschlossen, das alte Waaghäuschen zu renovieren. Die Arbeiten wurden in Eigenregie vom städtischen Bauhof durchgeführt.

Noch in Betrieb ist auch die alte Waage, auf der früher Vieh und Ernteerträge vor dem Vermarkten gewogen werden konnte. Längst außer Betrieb, hat das renovierte Häuschen eine neue Verwendung gefunden. Teils wird es als Poststation genutzt, in der Post deponiert oder abgeholt werden kann, teils dient es für andere kleinere Lagerungen.

Die Kosten für die Renovierung hielten sich in Grenzen, versichert Maria Magdalena Stöckert vom Bauamt der Stadt und Denkmalschutzbeauftragte. Da die Arbeiten in Eigenleistungen erledigt wurden, fielen nur Materialkosten von knapp 2000 Euro an. H.S.

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Herbert Scharf
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Veröffentlicht am:
13. 10. 2020
17:52 Uhr

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Herbert Scharf

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13. 10. 2020
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