Naila

Neue Straßen und schmucke Häuser

Das Millionenprojekt "Dorferneuerung Issigau" ist zum Abschluss gekommen. Zur Feier des Tages lobten die Verantwortlichen die gelungene Umsetzung und die Dorfgemeinschaft.



Beim Festakt zur Dorferneuerung in Issigau (von links): Verwaltungsleiter Uwe Jäger, Landrat Oliver Bär, Heinrich Horn, Helmut Brendel, Werner Böhm, Pfarrer Herbert Klug, Hermann Feulner, Bauamtsdirektor vom Amt für Ländliche Entwicklung, Thomas Müller, Oliver Jaksch, Michaela Roth, Siegfried Stark, Bürgermeister Dieter Gemeinhardt mit Enkelkindern, Hiltrud Langer, Heinrich Ney, Reinhardt Schnabel und Reinhardt Fröh vom Planungsbüro. Foto: Hüttner
Beim Festakt zur Dorferneuerung in Issigau (von links): Verwaltungsleiter Uwe Jäger, Landrat Oliver Bär, Heinrich Horn, Helmut Brendel, Werner Böhm, Pfarrer Herbert Klug, Hermann Feulner, Bauamtsdirektor vom Amt für Ländliche Entwicklung, Thomas Müller, Oliver Jaksch, Michaela Roth, Siegfried Stark, Bürgermeister Dieter Gemeinhardt mit Enkelkindern, Hiltrud Langer, Heinrich Ney, Reinhardt Schnabel und Reinhardt Fröh vom Planungsbüro. Foto: Hüttner  

Issigau - Die Dorferneuerung Issigau ist abgeschlossen. In fünf Bauabschnitten und zehn Jahren Bauzeit wurden Ortsstraßen ausgebaut, Dorfplätze angelegt und Grünflächen geschaffen. Das Millionenprojekt wurde nun feierlich mit einem Festgottesdienst und einem Fest im neuen Feuerwehrgerätehaus in der neuen Ortsmitte eingeweiht.

Gut zu wissen

Der Weg zum Erfolg in fünf Bauabschnitten :

Bauabschnitt 1: Unteres Dorf mit Lindenstraße, Kosten 607 000 Euro, und Info-Bereich sowie Kunstwerk, Kosten 18 709 Euro.

Bauabschnitt 2: Oberes Dorf mit Neue Straße, Blankenberger Straße, Kemlasstraße und Schulstraße, Gesamtkosten 738 000 Euro,

Bauabschnitt 3: Dorf- und Kirchplatz sowie Buswartehaus und Dorfplatz, Kosten 184 000 Euro.

Bauabschnitt 4: Dorfmitte entlang der Staatstraße, Kosten 498 810 Euro.

Bauabschnitt 5: Dorfplatz Reitzenstein mit Treffpunkt/Buswartehäuschen, Kosten 150 000 Euro.

Die Gesamtinvestition betrug 2,9 Millionen Euro, davon Zuschüsse in Höhe von 1,8 Millionen Euro und davon stammen 870 000 Euro von der Europäischen Union, 290 000 Euro von der Bundesrepublik und 690 000 Euro vom Freistaat Bayern. Der Eigenanteil der Gemeinde belief sich auf 900 000 Euro.

 

Ehrungen für die Mitglieder der Teilnehmergemeinschaft:

Urkunden, eine Broschüre über die Dorferneuerung Issigau und ein Präsent von der Gemeinde erhielten: Dieter Gemeinhardt, Siegfried Stark, Stefan Braitmaier, Werner Böhm, Heinrich Horn, Oliver Jaksch, Karl-Heinz Bischoff, Helmut Brendel, Sascha John, Barbara Zeeh, Hermann Feulner, Michaela Roth, Heinrich Ney, Thomas Funke und Matthias Käkenmeister. Zudem gab es eine Bildergalerie rund um die Dorferneuerung in Form einer Urkunde für Bauamtsdirektor Thomas Müller vom Amt für Ländliche Entwicklung und Reinhard Schnabel vom gleichnamigen Planungsbüro.

 

Thomas Müller, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft (TG) und Baudirektor vom Amt für Ländliche Entwicklung, blickte zurück auf das Gemeinschaftswerk, das am 16. Juni 2004 mit einem Antrag der Gemeinde startete. Im August 2008 gab es erste Entwürfe der Objektplanung und Baumaßnahmen innerhalb der Dorferneuerung. 2010 fiel der Startschuss für den ersten Bauabschnitt. 2020 wurden restliche Arbeiten erledigt.

 

Die Investitionsmaßnahmen seien wichtig gewesen, sagte Müller. "Damit aber ein reiches Gemeindeleben wächst, braucht es mehr als ausgebaute Ortsstraßen und neue Buswartehäuschen - es bedarf der Herzen der Menschen." Müller dankte allen Mitstreitern der Dorferneuerung, insbesondere dem Ingenieurbüro Bruchner, heute Planungsbüro Schnabel, und Bürgermeister Dieter Gemeinhardt für dessen Einsatz für "seine" Gemeinde. "Es ist nicht selbstverständlich, was der Bürgermeister gewuppt hat - auch wenn er ab und an etwas nervig war."

Mit Steuergeldern könne man die Infrastruktur des ländlichen Raumes verbessern und schnell Erfolge erzielen, sagte Gemeinhardt: "Wir haben ein wunderschönes Dorf mit viel Grün und neuen öffentlichen Erholungsflächen." Die Verkehrssicherheit sei verbessert worden, viele Häuser neu gestaltet, die Leerstände seien verschwunden, die Nachfrage nach Baugrundstücken und Mietwohnungen steige, junge Familien mit Kindern seien zugezogen. "Und unsere Gemeinde wurde zum ‚Golddorf‘ von Oberfranken gekürt."

Der damalige Verwaltungsleiter Karlheinz Tschampel habe den Gemeinderat davon überzeugt, den Antrag für die Dorferneuerung zu stellen und die Finanzen für die hohen Investitionen geregelt. Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen habe Vertrauensmann der TG, Siegfried Stark, geleistet: "Er hatte immer die richten Argumente, um die Bürger mitzunehmen."

Landrat Oliver Bär betonte, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, gemeinsam einen Ort voranzubringen. "Aber es geht nicht ohne Diskussionen, denn jeder hat eigene Vorstellungen." Das Ergebnis spiegele sich in der Prämierung "Golddorf" wider. Bär betonte, dass derart schöne Orte die Attraktivität des ländlichen Raumes stärkten.

Reinhard Schnabel vom gleichnamigen Planungsbüro erinnerte an zwei weitere Gestaltungsmaßnahmen im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern: Erwerb, Abbruch und Neugestaltung der ehemaligen Anwesen Am Hölzlein 6 und Lindenstraße 5 und 7. "Die Dorferneuerung fand in einem sehr sportlichen Zeitraum statt und wäre heute - mit der Vielfalt und Umfang der Maßnahmen - nicht mehr realisierbar."

Pfarrer Herbert Klug hielt den Festsgottesdienst, das Mesner-Ehepaar Angela und Heinrich Ney gestalteten ihn aus.

Autor

Sandra Hüttner
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
26. 10. 2020
18:52 Uhr

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Sandra Hüttner

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Veröffentlicht am:
26. 10. 2020
18:52 Uhr