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Frau ertrinkt im Main

Großeinsatz in Eltmann: Eine 44-Jährige verunglückt tödlich im Main bei Eltmann. Beim Versuch, sie aus dem Wasser zu retten, zieht sich ihr Mann schwere Verletzungen zu.



Frau treibt im Main - Wasserrettungseinsatz Eltmann
Großeinsatz am Main: Am Montagabend retteten Einsatzkräfte eine leblos im Fluss treibende Frau. Sie musste reanimiert werden. Später starb sie im Krankenhaus.   Foto: News5 / Merzbach

Eltmann - Eine im Main treibende Frau hat am Montagabend in Eltmann einen Großeinsatz von Wasserwacht, Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Eine 44-jährige Frau wurde schließlich in einer spektakulären Rettungsaktion ans Ufer gebracht und reanimiert. Anschließend wurde die Frau mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Bamberg gebracht. Dort ist die 44-Jährige schließlich verstorben. Auch ihr 58 Jahre alter Ehemann erlitt schwere Verletzungen.

Was genau sich am Abend im Bereich der Mainlände abgespielt hat, ist aktuell noch nicht mit letzter Sicherheit geklärt. Die Kriminalpolizei Bamberg hat die Todesermittlungen aufgenommen, wie Polizeisprecher Fabian Metzler vom Polizeipräsidium Oberfranken bestätigte: „Eine staatsanwaltschaftlich angeordnete Obduktion soll die genauen Todesumstände klären.“

18.05.2020 - Frau treibt im Main - Wasserrettungseinsatz - Foto: News 5

Frau treibt im Main - Wasserrettungseinsatz Eltmann
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Frau treibt im Main - Wasserrettungseinsatz Eltmann
Frau treibt im Main - Wasserrettungseinsatz Eltmann

Nach Angaben des Polizeipräsidiums war die 44-jährige Frau aus dem Landkreis Haßberge gegen 20.20 Uhr gemeinsam mit ihrem 58-Jahre alten Ehemann an der Mainlände spazieren gegangen. Laut Zeugenaussagen trat die Frau dann an das Mainufer heran, ging ins Wasser und schwamm bis in die Flussmitte. „Der Ehemann beobachtete, wie die Schwimmbewegungen immer unsicherer wurden und erkannte die Notsituation“, berichtet Polizeisprecher Metzler. Als der Mann seiner Frau zu Hilfe eilen wollte, stürzte er und verletzte sich dabei am Bein. Zeugen, die den Vorgang beobachteten, verständigten die Einsatzkräfte.

Laut Pressemeldung des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) war der Notruf gegen 20.25 Uhr bei der Integrierten Leitstelle Schweinfurt (ILS) eingegangen. Dabei hieß es, dass im Main zwischen Eltmann und der Schleuse Limbach eine Person im Wasser treiben würde. Aufgrund der unklaren Lage löste die ILS einen Wasserrettungseinsatz aus und alarmierte die BRK-Wasserwacht-Schnelleinsatzgruppen aus Eltmann, Haßfurt und Sand/Zeil mit Rettungsbooten, zwei Rettungswagen, einen Notarzt, einen Rettungshubschrauber aus Ochsenfurt sowie den „Einsatzleiter Rettungsdienst“, Jürgen Geisel, und den „Einsatzleiter Wasserrettung“, Thomas Lauer. Zudem wurden die Feuerwehren Eltmann und Zeil an die Einsatzstelle gerufen.

Die Beamten der Polizei Haßfurt, die zuerst eintrafen, konnten die rund 50 Meter vom Ufer entfernt im Wasser treibende Frau erkennen. In einem der angrenzenden Wohnhäuser war ein Passant ebenfalls auf den Einsatz aufmerksam geworden und schleppte auf Bitten der Polizei sein Ruderboot zum Ufer. Gemeinsam mit einer Polizistin ruderte der Mann auf den Main hinaus; mit vereinten Kräften konnte die bereits leblose Frau ans Ufer gezogen werden. Dort begannen die Ersthelfer umgehend mit der Reanimation.

Ein wenige Minuten später eintreffendes Team eines Rettungswagens aus Ebern setzte die Reanimation gemeinsam mit einem Notarzt aus Haßfurt fort. Auch ein Rettungshubschrauber landete kurz darauf am Wohnmobilstellplatz, dessen Besatzung ebenfalls bei der medizinischen Versorgung der 44 Jahre alten Frau  unterstützte. Die Frau wurde schließlich in akuter Lebensgefahr ins Klinikum Bamberg transportiert. Dort starb die 44-Jährige trotz aller Bemühungen der Ärzte.

Während die Retter sich vor Ort um das Leben der Frau bemühten, musste auch ihr 58 Jahre alter Ehemann rund 250 Meter entfernt medizinisch versorgt werden. Er war beim Versuch, seiner Frau zur Hilfe zu eilen im Bereich einer Sitzgruppe am Mainufer über eine Steinkante gestolpert und gestürzt. Dabei zog er sich eine komplizierte Beinfraktur zu. Zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr Eltmann kümmerten sich vorbildlich um den Verletzten und leisteten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Erste Hilfe. Auch der Ehemann wurde anschließend ins Klinikum Bamberg eingeliefert.

„Die genauen Hintergründe für das tragische Ereignis waren zunächst nicht mit Gewissheit zu klären“, informiert BRK-Pressesprecher Michael Will. Offenbar habe auch Alkoholkonsum eine Rolle gespielt. Ob die Frau absichtlich ins Wasser gegangen ist oder es sich um einen Unglücksfall handelt, müssen nun die weiteren Ermittlungen der Polizei zeigen. Das Polizeipräsidium Oberfranken berichtete am Dienstagvormittag über einen „tragischen Badeunfall“. Möglicherweise können die beiden Augenzeugen, die auch den Notruf abgesetzt hatten, dazu Erkenntnisse liefern.

Das Paar, stand nach Angaben des BRK-Sprechers während und nach dem Rettungseinsatz deutlich unter dem Eindruck des Geschehens und wurde anschließend von einem Mitarbeiter der Psychosozialen Notfallversorgung des BRK Haßberge und einer Notfallseelsorgerin betreut. Insgesamt waren zirka 60 Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehren und Wasserrettung vor Ort. red

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Veröffentlicht am:
19. 05. 2020
09:11 Uhr

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19. 05. 2020
09:11 Uhr