Wunsiedel

CSU berät über Corona-Pandemie und Klinikum

Martin Schöffel informiert den Kreisvorstand über die Teststrategie m Freistaat. Landrat Berek mahnt "konstruktiven Konsens" beim Haus Selb an.



Wunsiedel - Nähere Informationen zur bayerischen Corona-Ampel und zur Teststrategie im Freistaat hat der Landtagsabgeordnete Martin Schöffel bei der jüngsten CSU-Kreisvorstandssitzung gegeben. Die Sitzung fand laut einer Mitteilung als Videokonferenz statt. "Alle Maßnahmen der bayerischen Staatsregierung sind darauf ausgerichtet, Krankenhausaufenthalte von Erkrankten und Todesfälle, so weit es geht, zu vermeiden." Wie Schöffel sagte, müsse man alles daran setzen, die Verbreitung der Infektion nachzuverfolgen und Risikopatienten zu schützen.

Wie schnell alle Intensivbetten und Beatmungsplätze belegt sein könnten und die medizinische Versorgung vor großen Herausforderungen stehe, sehe man am Beispiel des Landkreises Berchtesgaden.

Landrat Peter Berek informierte den CSU-Kreisvorstand über den aktuellen Stand zur Zukunft des Klinikums Fichtelgebirge. Die öffentlichen Diskussionen seien verständlich, aber nicht immer hilfreich, da sie die komplexen Hintergründe nicht abbilden könnten, sagte er laut Mitteilung. Die Grundstruktur des Klinikums mit den Betriebsstätten in Selb und Marktredwitz stehe außer Frage. Darüber hinaus müsse sich der Aufsichtsrat mit der künftigen Ausgestaltung der beiden Häuser befassen. Dies geschehe unter Einbeziehung von Experten erstmals in der Sitzung am 26. Oktober.

Sicher zeigte sich Peter Berek laut der Mitteilung, dass in einer Sitzung nicht alle Fragen, alle Optionen und eine komplette Folgeabschätzung abgearbeitet werden können, und bat diesbezüglich um einige Wochen Geduld. "Ich stehe jedem, der daran Interesse hat, zu einem Gespräch in Sachen Klinikum zur Verfügung. Gemeinsam wird es uns gelingen, unser kommunales Haus mit seinen zwei Standorten in eine gute Zukunft zu führen." Allerdings werde dies nicht gelingen ohne die volle Einsatzbereitschaft, ohne eine positive Grundhaltung und ohne die Bereitschaft zum konstruktiven Konsens bei allen Beteiligten, sagte Peter Berek.

Über etliche positive Entwicklungen in der Region informierte Landtagsabgeordneter Schöffel laut der Mitteilung den Kreisvorstand. Für den neuen Design-Studiengang der Hochschule Hof am Studienort Selb sei eine erste Professur mit dem Schwerpunkt "Advanced Mobility Design" ausgeschrieben. "Markus Söder hat die Hochschulausbildung für Selb gestartet, ich freue mich, dass es nun in die Umsetzung geht", sagte Schöffel. Zusammen mit Landrat Peter Berek und Wissenschaftsminister Bernd Sibler wolle man zügig alle Fragen zu den Übergangsräumlichkeiten klären, bis das neue Schulgebäude mit Studio für Automobildesign auf dem früheren Hutschenreuther-Gelände fertiggestellt sein werde.

Auch die Erweiterung des Europäischen Zentrums für Dispersionstechnologien (EZD) sei auf einem erfolgversprechenden Weg. Der Spatenstich für die Erweiterung sei für Frühjahr 2021 geplant.

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, startet die CSU-Landtagsfraktion eine weitere Offensive für die Aufnahme der Bahnlinien München-Regensburg-Marktredwitz-Leipzig sowie Nürnberg-Marktredwitz-Dresden in den Deutschlandtakt des Bahn-Fernverkehres. "Es ist uns gelungen, alle oberfränkischen, viele mittelfränkische, und auch Oberpfälzer Kollegen als Antragsteller und letztlich die Mehrheit des Bayerischen Landtages hinter dieser Forderung zu versammeln und einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag im Landtag einzubringen", sagte Schöffel. Eine Nichtbeachtung im Deutschlandtakt sei nicht akzeptabel und würde alle Bemühungen um gute Infrastruktur und optimale Bahnanbindung zurückwerfen. Die genannten Fernbahnlinien seien unverzichtbar für Oberfranken und Bayern. "Ich erwarte vom Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, dass er alle Hebel in Bewegung setzt, um uns zu unterstützen", machte Schöffel deutlich.

Über die Bemühungen für eine gute medizinische Versorgung berichtete Kornelia Schaffhauser. "Unser Stipendienprogramm für Medizinstudenten ist wertvoll und kann dabei helfen, dem drohenden Hausarztmangel vorzubeugen", konstatiert die Gesundheitsbeauftragte des Landkreises Wunsiedel. Seit wenigen Monaten ist Schaffhauser laut der Mitteilung im Amt und stellte ihre Arbeit und die Fortschritte vor. "Das Besondere an unserem Stipendienprogramm ist, dass die Studenten nicht nur finanziell unterstützt werden, sondern auch einen erfahrenen Mediziner zur Seite gestellt bekommen, der sie auf dem Weg durch ihr Studium begleitet", sagte Schaffhauser. Das sei ein Angebot, das den Studierenden auch tatsächlich helfe. Durch das Programm solle der Hausärztenachwuchs für die Region gesichert werden. Die Kosten für das Programm trage der Landkreis.

Neben der Nachwuchsgewinnung für die Hausärzte hat sie laut der CSU-Mitteilung als Gesundheitsbeauftragte weitere Arbeitsschwerpunkte und Ziele. So wolle sie das Thema Gesundheitstourismus weiter ausbauen. Aber auch Themen seien relevant. Zum Beispiel nähmen Bürger mit ihr Kontakt auf, wenn es um den Lärmschutz an Straßen und Schienen gehe. Für die Bürger des Landkreises setzt sie sich zudem für mehr Kurzzeitpflegeplätze ein. "Ich will an verschiedenen Stellen unterstützen. Gesundheit ist unser höchstes Gut. Sie zu schützen muss in unser aller Interesse liegen", sagte Schaffhauser

Rund um das Thema Gesundheit sei natürlich auch das Klinikum Fichtelgebirge mit seinen beiden Standorten Selb und Marktredwitz relevant. Wie es in der Mitteilung heißt, fordere das Thema Kornelia Schaffhauser sowohl als Mitglied des Aufsichtsrates als auch als Gesprächspartnerin für Patienten, Ärzte und Pflegekräfte. red

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Veröffentlicht am:
22. 10. 2020
16:56 Uhr

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22. 10. 2020
16:56 Uhr