Bayern Hof

Livestream: SpVgg Bayern Hof - ASV Cham

Die SpVgg Bayern Hof empfängt an diesem Samstag um 15 Uhr den Bayernliga-Aufsteiger ASV Cham.



Dynamisch und kraftvoll im Eins-gegen eins: Der Hofer Offensivspieler Adam Sevcik (rechts) zieht am Gebenbacher Johannes Böhm vorbei. Foto:Mario Wiedel
Dynamisch und kraftvoll im Eins-gegen eins: Der Hofer Offensivspieler Adam Sevcik (rechts) zieht am Gebenbacher Johannes Böhm vorbei. Foto:Mario Wiedel  

Fulvio Bifano, der Trainer des Fußball-Bayernligisten SpVgg Bayern Hof, wird nicht müde, darauf hinzuweisen: Seine Mannschaft befinde sich "in einem Lernprozess". Die nächste Lektion steht an diesem Samstag auf dem Stundenplan: Um 15 Uhr gibt der ASV Cham auf der Grünen Au seine Visitenkarte ab.

Der Gegner: ASV Cham

Der Bayernliga-Aufsteiger ASV Cham steht aktuell auf dem neunten Tabellenplatz. 20 Punkte hat die Mannschaft von Trainer Andreas Lengsfeld bisher gesammelt, zwei mehr als die SpVgg Bayern Hof.

Der 33-jährige Coach der Oberpfälzer kann auf eine gewachsene und eingespielte Mannschaft bauen: Viele Akteure in seinem Kader tragen das ASV-Trikot schon mehrere Jahre. Im Sommer kamen lediglich zwei Neue hinzu: Sowohl Mario Kufner als auch Stefan Meyer sind Startelf-Kandidaten.

Die Chamer gehören zu den Remis-Königen der Liga - nur Großbardorf und Ammerthal haben wie Cham ebenfalls schon fünf Mal unentschieden gespielt.

Cham hat in der Vorwoche mit einem 3:1-Heimerfolg gegen Don Bosco Bamberg eine Durststrecke von sieben Spielen ohne Sieg beendet.

In 14 Spielen hat der ASV 18 Tore erzielt. Nur vier Mannschaften in der Liga haben seltener getroffen. Der 29-jährige Friedrich Lieder ist mit sechs Treffern bester ASV-Schütze. Die Defensive der Oberpfälzer ist bei bisher 19 Gegentreffern die viertbeste der Liga.

Bemerkenswert noch: In der Fairnesstabelle belegt Cham Rang zwei.

Es ist der erste Auftritt der Bifano-Schützlinge auf heimischem Feld nach der bösen 0:7 -Schlappe gegen Ansbach vor zwei Wochen. "Wir haben uns intern unterhalten und klar angesprochen, dass es von nun an nur noch um den Teamerfolg gehen kann. Es muss jedem klar sein, sich diesem Ziel unterzuordnen."

 

Tatsächlich zeigte die Mannschaft dann auch gleich im nächsten schweren Auswärtsspiel bei der DJK Gebenbach gleich die erhoffte Reaktion. Schraps, Holek, Hajek, Feulner & Co. bewiesen, dass sie sich so leicht dann doch nicht unterkriegen lassen. Nach den herben Schlappen von Sand (0:4) und eben jenem blamablen 0:7 feierten sie Wiederauferstehung. Und das, obwohl sie schon nach vier Minuten einen weiteren Nackenschlag mit dem 0:1 hinnehmen mussten. "Die Art und Weise, wie sich die Jungs wieder ins Spiel reingebissen und es rumgerissen haben , das war höchst lobenswert", betont er. Und er stellt fest, dass die Mannschaft damit auch unter Beweis gestellt habe, dass sie "als Team intakt" sei - allen Unkenrufen zum Trotz. Allerdings ist er Realist genug, um kritisch anzumerken: "Wir haben eine Reaktion gezeigt, aber damit allein ist noch nichts erreicht."

Die Klagen, dass manche zu jung, andere zu alt seien, und die Diskussionen, ob der oder jener zum Führungsspieler tauge oder nicht, kann Bifano schon gar nicht mehr hören. "Es ist, wie es ist", beschwört Bifano einen Neuanfang und fordert einmal mehr Geduld - von der Vereinsspitze ebenso wie von den Fans. "Wir brauchen einfach Zeit, um durch gemeinsame Erfahrungen zusammenzuwachsen." Hohe Fluktuationsraten im Kader, wie sie in den vergangenen Jahren die Regel waren, seien diesem Ziel sicher nicht dienlich gewesen.

"Wir sind gerade dabei, Positives wie Negatives gemeinsam zu erleben, zu verarbeiten und daraus zu lernen", erklärt Bifano. Die Niederlagen gegen Sand und Ansbach sind, so gesehen, ebenso schmerzlich wie lehrreich. Und in dieser Reihe seien dann eben auch die Spiele in Großbardorf und Vilzing einzuordnen. Beide Male teilte man sich nach 90 Minuten die Punkte. "Diese Spiele haben uns gezeigt, dass wir auch gegen vermeintlich Stärkere durchaus mithalten können", sagt der Coach. Um etwaigen Träumereien aber von vorneherein Einhalt zu gebieten, betont er zum wiederholten Male das Saisonziel: "Es geht zunächst einmal um den Klassenerhalt."

Um die dafür nötigen Punkte zu sammeln, weist er auf eine unerlässliche Voraussetzung hin: "Wir müssen in jedem Spiel hoffen, möglichst keine einfachen Tore einzufangen." In der Regel, so habe seine Analyse ergeben, seien viele der 34 Gegentore aus Kontersituationen entstanden. Und schon ist Bifano wieder bei seinem Thema: "Das ist halt dann auch eine Frage des taktischen Verhaltens." Der Trainer räumt ein: "Hier sind wir im Lernprozess noch nicht so weit."

Ob die Bifano-Schützlinge gerade gegen den Aufsteiger ASV Cham den nächsten Schritt werden gehen können, bleibt abzuwarten. Cham hat als Tabellenneunter mit Zähler zwei Punkte mehr gesammelt als Hof. Bifano baut keinen Druck auf, schließlich will er die Zeit und Geduld, die er von Fans und Vereinsverantwortlichen einfordert, selbst vorleben. "Es muss jeder wissen, dass das ein Fifty-fifty-Spiel wird. Wir sind in der Bayernliga, da spielt der Tabellenstand keine Rolle. Jeder muss in jeder Partie an seine Leistungsgrenze gehen, und es geht dann um viele Kleinigkeiten, die ein Spiel entscheiden."

Einer wird nicht mithelfen können: Cedric Drewanz ist verletzt, dafür wird wohl Nico Schmidt, der zuletzt in Gebenbach fehlte, wieder in den Kader zurückkehren.

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Thomas Schuberth-Roth
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Veröffentlicht am:
18. 10. 2019
15:46 Uhr

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Thomas Schuberth-Roth

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Veröffentlicht am:
18. 10. 2019
15:46 Uhr